"Auf der Suche nach dem guten Leben, dem perfekten Ort sind wir viel gereist – mit der Einsicht, dass es diesen Ort auf der Landkarte geografisch nicht gibt. Das gute Leben liegt nicht irgendwo in der weiten Welt, sondern im Hier und Jetzt bei uns selbst", finden Remo und Frances Vetter. Bei der täglichen Arbeit im Garten.
Im appenzellischen Teufen am Fusse des Alpsteins sind sie umgeben von Sanddorn und Johanniskraut, Artischocken und Erdbeeren. Eine Zauberwelt von Düften und Farben tut sich auf. Und wenn der Gärtner philosophiert, erblühen seine Pflanzen zu einem zweiten Leben. Auf tausend Metern Höhe gedeihen sie alle prächtig. «Eigentlich» dürfte das meiste, was in unserem Garten gedeiht, in diesem Klima gar nicht wachsen.
Vetter verrät, wie er seine Pflanzen pflegt, wie sie den harten Winter überstehen und wie er mit seinen Nützlingen Schädlinge überlistet. Der Garten ist für ihn ein Ort der Begierde und des Kokettierens. «Iss mich, ich schmecke so gut!», lautet die Botschaft des Basilikums. Und wenn er mit den köstlichen Aromen der Gartenkräuter schreibend zu kulinarischen Höhenflügen ansetzt, würde man am liebsten aus seinen Töpfen naschen, so sehr läuft einem das Wasser im Mund zusammen.